Unternehmenschronik

2000: Ein neues Jahrtausend
Der zweite Schritt zur Privatisierung
Im Jahr 2000 verkauft das Bundesfinanzministerium seine 100%ige Beteiligung an der Bundesdruckerei an die international tätige Gesellschaft Apax Partners & Co., die Kapitalfonds berät. Die Bundesdruckerei GmbH, die Bundesdruckerei International Services GmbH, die ORGA Kartensysteme GmbH, die Holographic Systems München GmbH, die Maurer Electronics GmbH, die D-TRUST GmbH und die polnische Tochterunternehmung INCO SP.Z.o.o. werden unter dem Dach der Holding authentos GmbH zusammengefasst.

Wachsende Systemkompetenz
Die Bundesdruckerei baut im Verbund mit ihren Partner- und Tochterunternehmen schrittweise ihre Systemkompetenzen im nationalen und internationalen Markt für Hochsicherheitstechnologien aus. Mitte des Jahres 2000 kann sie das Bundesinnenministerium im Rahmen der Ausschreibung zur Entwicklung eines neuen multifunktionalen Dienstausweissystems überzeugen. Mit dem Deutschen Patent- und Markenamt wird ein Vertrag zum Aufbau des Patentamtinformationssystem DEPATIS abgeschlossen und im Banknotengeschäft wächst die Zahl internationaler Kunden.

Im November 2001 wird in deutsche Personaldokumente erstmalig das von der Bundesdruckerei entwickelte Sicherheitsmerkmal Identigram® integriert. Damit wird die Fälschungssicherheit nochmals deutlich erhöht und deutsche Personaldokumente zählen fortan zu den sichersten weltweit.
Gleichzeitig präsentiert die Bundesdruckerei auf der international größten Computermesse CeBIT erstmalig ein eigenes Border-Management-System, das mit biometrischen Verfahren und der neuen Smartcard-Technologie arbeitet.
Das Jahr 2002 steht im Zeichen der Euro-Einführung. Parallel zur Vollauslastung der Banknotenproduktion, die unterdessen auch nach Estland und Luxemburg liefert, weitet die Bundesdruckerei ihre internationalen Geschäftskontakte zur Herstellung hochsicherer Personaldokumente spürbar aus. Rumänien und Albanien lassen ihre Pässe in Berlin produzieren, Island bestellt seine Führerschein-Karten online bei der Bundesdruckerei und auch Rumänien ordert mehrere Hunderttausend ID-Karten.
Eines der weltweit größten ID-Projekte kündigt sich an
2004 stellt die Bundesdruckerei die weltweit ersten Reisepass-Entwürfe vor, die den von der International Civil Aviation Organization (ICAO) empfohlenen Sicherheitsstandards entsprechen. Die Prototypen des neuen elektronischen Reisedokuments enthalten einen kontaktlosen Prozessorchip, auf dem unter anderem die biometrischen Merkmale des Gesichts und der Fingerabdrücke des Dokumenteninhabers gespeichert werden können. Die neuen Ausweise im so genannten ID1-Kartenformat verfügen zusätzlich über einen Kontakt-Chip für elektronische Signaturen. Damit ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Einführung des deutschen ePass vollzogen.



Unternehmenschronik

... mehr

