Unternehmenschronik

1879: Die Idee einer "Reichsdruckerei"
Die Geburt der Reichsdruckerei
Ende des 19. Jahrhunderts erkennt vor allem Heinrich von Stephan, der amtierende Leiter der Reichs-Post- und Telegraphenverwaltung, die Möglichkeiten, die sich aus dem staatlichen Ankauf der Deckerschen Oberhofbuchdruckerei bieten. Er träumt davon, seiner Behörde "ein gewisses Personal unter Verleihung der Beamtenqualität" zu sichern, "welches nicht in der Lage ist, durch Strike einer augenblicklichen Agitation Folge zu geben." Kurzum, Stephan will eine reichseigene Druckerei, die die Exklusivrechte zur Herstellung aller hoheitlichen Drucksachen - inklusive der Banknoten und Postwertzeichen - erhalten und über ihre permanente Dienstbereitschaft zu einem loyalen Partner des Staates werden sollte.
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Über die Fusion der Oberhofbuchdruckerei, die 1877 für stattliche 6,78 Mio. Reichsmark den Besitzer wechselt, mit der seit 1852 in der Berliner Oranienstrasse beheimateten königlich-preußischen Staatsdruckerei, entsteht am 06. Juli 1879 die "Reichsdruckerei", die alsbald ihren Betrieb im Dienste des Staates aufnimmt. |
Inmitten der Reichshauptstadt.
Karl Ferdinand Busse, der erste Direktor der Reichsdruckerei und gleichzeitig ein überaus ambitionierter Baumeister, leitet auf dem weitläufigen Gelände der ehemaligen königlich-preußischen Staatsdruckerei umfangreicher Erweiterungsmaßnahmen ein.
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Angelehnt an die bestehenden, reich verzierten Backsteinbauten setzt er mit den neuen Gebäudekomplexen in der Alten Jakobstraße und dem 35 Meter hohen Eckturm deutliche Akzente in der architektonisch bis dahin wenig reizvollen Nachbarschaft und entwickelt das Firmengelände über die folgenden Jahre entlang der Kommandantenstraße beständig weiter. |


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